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Das Qualitätssiegel

"Familienfreundlicher Arbeitgeber" 

 

Prüfbereiche

Arbeitsorganisation

Ein Betrieb bietet seinen Beschäftigten ein breites Spektrum an flexibler Gestaltung von Arbeitszeit und Arbeitsort (mobiler Arbeitsort) mit Verkürzungsmöglichkeiten in Form von unterschiedlichen Teilzeitmodellen. Das Angebot ist bedarfsgerecht, unterstützt die Beschäftigten in ihren unterschiedlichen Lebensphasen und ist für möglichst viele Mitarbeiter-/innen inklusive der Führungskräfte zugänglich.

Zur Umsetzung dienen u.a. Arbeitszeitkonten, Urlaubs- und Personaleinsatzplanung, die Transparenz, Beteiligung, Kommunikation und Abstimmung im Team unterstützen. Hinzu kommen neben zeitlichen auch inhaltliche Aspekte, zum Beispiel Arbeitsaufgaben oder Arbeitsablauf (Aufgabenzuschnitt, Vertretungsregelungen etc.).

Unterstützungsangebote

Ein Betrieb unterstützt bei Bedarf seinen Möglichkeiten entsprechend seine Beschäftigten in Lebenssituationen, die in erster Linie den privaten Lebensbereich betreffen, die sich aber auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit der Beschäftigten auswirken können. Hierzu gehören beispielsweise Unterstützung bei Kinderbetreuung, bei Hilfe- oder Pflegebedürftigkeit aufgrund von Alter oder Krankheit oder bei finanziellen und gesundheitlichen Belastungen.

Die Unterstützung kann auf verschiedene Weise erfolgen: Das Unternehmen kann betroffenen Mitarbeitern beispielsweise Informationen bereitstellen, ihnen beratend zur Seite stehen oder externe Dienstleister vermitteln. Es kann sie aber auch finanziell unterstützen, z.B. in Form eines Darlehens oder eines steuerfreien Kindergartenzuschusses.

Zusätzlich zu Angeboten wie diesen, die situativ, also abhängig von der persönlichen Situation der Beschäftigten unterstützen, gewinnen Präventivmaßnahmen zur Förderung der Gesundheit immer mehr an Bedeutung, z.B. Gesundheitstage oder Entspannungs- und Bewegungstraining.

Kommunikation

Themen der Vereinbarkeit von Beruf mit Familie und Privatleben, der Unterstützung von Beschäftigten in ihren unterschiedlichen Lebensphasen und -situationen, Anwendbarkeit und Nutzen der Angebote, Praxisbeispiele und eventuell auftretende Hindernisse, Vorbehalte und Spannungen werden im Unternehmen offen und aktiv kommuniziert.

Die Information der Beschäftigten kann mittels unterschiedlicher Medien und Kanäle erfolgen (z.B. Info-Mails, Internet, Intranet, Mitarbeiterzeitung etc.).

Für die Kommunikation, verstanden als gegenseitiger Austausch, bieten sich vielfältige Ausprägungen (wie Info-Veranstaltungen, Betriebsversammlungen, Teambesprechungen, Vier-Augen-Gespräche) mit unterschiedlichen Akteuren (wie Betriebsleitung, Personalabteilung, Führungskräfte, Mitarbeiter-/innen, Betriebs- oder Personalrat). Sowohl die Informationen als auch die Kommunikation richten sich an unterschiedliche Zielgruppen, etwa an Führungskräfte (z.B. mittels Leitfäden für Führungskräfte) oder an Beschäftigte in Freistellungszeiten (z.B. Infos zur Eltern- und Pflegezeit).

Ziel der internen Kommunikation ist ein vertrauensvolles Kommunikationsklima mit verbindlichen Grundsätzen, (z.B. Verschwiegenheit, Respektieren der Persönlichkeit) und vereinbarten Methoden (z.B. lösungsorientierter Dialog).

Im Gegensatz zur beschriebenen innerbetrieblichen Kommunikation zwischen den Beschäftigten und Führungskräften im Unternehmen richtet sich die außerbetriebliche an die Öffentlichkeit, z.B. an potenzielle Bewerberinnen und Bewerber.

Unternehmens- und Führungskultur

Die Basis für eine familienfreundliche, lebensphasengerechte Personalpolitik ist die Unternehmens- und Führungskultur. Ob diese Personalpolitik mit ihren Angeboten und Maßnahmen im Betrieb akzeptiert und gelebt wird, hängt von den Werthaltungen, Einstellungen und Überzeugungen der Betriebsleitung sowie der Führungskräfte ab und ist nicht zuletzt eine Frage des Umgangs miteinander.

Konkret zeigt sich diese Unternehmenskultur im Stellenwert des Familienbewusstseins in dem Betrieb und in der Wahrnehmung des betrieblichen Engagements durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Die Führungskräfte tragen als direkte Ansprechpartner für die Beschäftigten wesentlich dazu bei, dass die Angebote zur Vereinbarkeit von Beruf mit Familie und Privatleben im Arbeitsalltag angenommen und umgesetzt werden können. Ihr lösungsorientiertes Führungsverhalten ist Spiegelbild der familienfreundlichen, lebensphasengerechten Unternehmenskultur. Zu ihren Aufgaben gehören die Vermittlung zwischen den Interessen des Unternehmens und der Beschäftigten und die gemeinsame Entwicklung von praktikablen Lösungen, um produktive Ergebnisse zu erzielen.

Unterstützt werden die Führungskräfte in ihrer dazu notwendigen Sozialkompetenz u.a. durch Training und Coaching.

Ein weiterer Baustein einer familienbewussten Unternehmenskultur ist, dass die Führungskräfte die Angebote zur Vereinbarkeit für sich selbst nutzen können. Nehmen sie eine Vorbildfunktion ein, kann die Unternehmens- und Führungskultur als durchlässig und authentisch wahrgenommen werden.

Strategie und Nachhaltigkeit

Für seine strategische Ausrichtung muss das Unternehmen über die Vereinbarkeit von Beruf mit Familie und Privatleben hinaus antworten auf weitere Herausforderungen finden, die aufgrund der demographischen Entwicklung an Relevanz gewinnen. Vielfältige lebensphasengerechte Bausteine wie Gesundheitsförderung der Belegschaft, der Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit und eine Personalentwicklung, die nicht nur Kontakthalteprogramme während und nach den Auszeiten vorsieht, sondern auch Chancengleichheit für Männer und Frauen, Jüngere und Ältere sowie für Beschäftigte verschiedener Herkunft, unterstützen eine nachhaltige Unternehmenspolitik.

Das Qualitätssiegel familienfreundlicher Arbeitgeber ist eine Initiative der

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